Oberflächen, Schichtungen und Spuren

Die Arbeit von Antje Scharfe erinnert an eine Erkundungsreise, die durch kulturelle Phänomene und die Formenwelt der Natur führt. Immer verhandelt sie dabei deren gemeinsamen Ursprung, den sie mit großer Neugier für ihre keramischen Gefäße nutzt. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von sorgfältiger Beobachtung und einem sensiblen Umgang mit Oberflächen, Schichtungen und Spuren.

Dass der Wunsch des Verstehens des Unbekannten bei Antje Scharfe eine große Rolle einnimmt, spiegelt sich in der Vielfalt ihrer Gefäße. Keine keramische Form, die sie nicht erkundet und mit immer neuer Schaffenslust in ihrem Werk, das in über 50 Jahren entstanden ist, mit großer erzählerischer Ausdruckskraft interpretiert. 

Charakteristisch ist zudem ihr dialogischer Umgang mit dem Entstehungsprozess: Zufall, Überlagerung und bewusste Eingriffe stehen in einem Spannungsverhältnis. Durch Schichten, Verdichten, Freilegen oder Fragmentieren entstehen Werke, die zwischen Konstruktion und Offenheit oszillieren.

Antje Scharfes Arbeiten laden dazu ein, feine Nuancen, Übergänge und Spuren aufmerksam zu betrachten und eigene Assoziationen zu entwickeln.

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